NEWS

Sportbuzzer: Döbeln/Hartha vs. FC Phoenix Leipzig

TROTZ 0:5-PLEITE: FRAUEN AUS DÖBELN UND HARTHA ZIEHEN SICH ACHTBAR AUS DER AFFÄRE

Landesklasse: Döbeln/Hartha verliert deutlich gegen Staffelfavorit Phoenix Leipzig.

Die Konstellation war klar und eindeutig. Die Kickererinnen der SpG Lok Döbeln/BC Harthagingen als amtierender Landesklassenmeister als krasser Außenseiter in diese Begegnung. Fußballfachkundige wissen, dass der Gegner FC Phoenix zu großen Teilen aus der sportlichen Insolvenzmasse des ehemaligen Zweit- und Regionalligisten FFV Leipzig hervorgegangen ist und das Spielerpotenzial dementsprechend ungleich höher ist.

Für die Ligateilnehmer ist diese Mannschaft kein Gradmesser, zu dominant beherrschen sie die Liga, was die oft zweistelligen Ergebnisse und das enorme Torverhältnis unterstreichen. Zielsetzung für dieses Spiel war, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und so wenig wie möglich Gegentore zu kassieren. Dass man auf Mannschaftskapitänin Susann Grandke aus beruflichen Gründen verzichten musste, machte die Aufgabe nicht gerade leichter.

Die Gäste aus Leipzig setzten die Lok-Frauen von Beginn an unter Druck und erspielten sich Chancen im Minutentakt. SG-Keeperin Vivien Werner stand mehrfach im Brennpunkt des Geschehens und konnte sich mehrfach auszeichnen. Mit Glück und Geschick verhinderte man den frühen Torerfolg. So hielt das Abwehrbollwerk bis zur 37. Spielminute stand, ehe die Messestädterinnen nach einer Vielzahl gescheiterter Versuche die Kugel endlich im Gehäuse unterbrachten.

Erleichterung beim Favoriten

Eine gewisse Erleichterung war beim Favoriten deutlich zu erkennen. Mit dem knappen Pausenrückstand von 0:1 konnten die Döbelnerinnen angesichts der Dominanz von Phoenixdaher mehr als zufrieden sein. Auch nach der Pause änderte sich wenig am Spielverlauf, denn das Spiel fand fast nur in eine Richtung statt. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Leipzig auf 2:0.

Einen strammen Schuss konnte Vivien Werner nur nach vorn fausten. Der Nachschuss landete im Netz. Dennoch schlugen sich die Gastgeberinnen weiter achtbar. Der Underdog versuchte, die Bälle nicht planlos herauszuschlagen, sondern auch spielerische Lösungen gegen einen zweifelsohne übermächtigen Gegner zu finden. Das erkannte auch der Kontrahent nach dem Spiel an.

Gegen Ende der Begegnung mussten die Lok-Frauen dem hohen Aufwand Tribut zollen, so dass die Konzentration nachließ. In der Schlussviertelstunde demonstrierten die Leipzigerinnen einmal mehr ihre Stärke und wurden nun auch zahlenmäßig ihrer Favoritenrolle gerecht. Doch mit dem Endergebnis von 5:0 dürfen sich die ESV-Frauen dennoch rühmen, denn bisher kassierte noch keine Mannschaft in der aktuellen Spielsaison weniger Gegentore gegen Phoenix.

SpG Döbeln/Hartha: Werner, Potas, Uschner, Pinkert, Hempel, Polster, Wittig, Mattes (ab 72. Mason), Eschner, Matthias (ab 85. Schmidt), Schwärig (ab 88. Liebschner).

Torfolge: 0:1 Haberecht (37.), 0:2 Freitag (49.), 0:3 Haberecht (77.), 0:4 Janitzki (84.), 0:5 Lübcke (85.).Schiedsrichter: Patrick Heinze (Grimma).

Antje Lange: Sportbuzzer (10.11.2017)